Checkliste: Passt Ihre ERP-Software zur Unternehmensstrategie?

Checkliste: Passt Ihre ERP-Software zur Unternehmensstrategie?

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Ihr Unternehmen hat einen klaren Kundennutzen und jeder versteht, wie es positioniert ist. Es soll wachsen und verfolgt dazu eine klare Strategie: Damit sie erfolgreich wird, ist eine zur Strategie passende ERP-Software notwendig.

Schritt für Schritt zur passenden Unternehmenslösung

Jede erfolgreiche Strategie hat einen deutlichen Kundenutzen als Grundlage: Dieser kann im Preis, der Qualität der Produkte oder einem Service bestehen. Der Kundennutzen sollte beständig sein, denn von ihm leitet sich nicht nur die Positionierung ab, die meist zwischen Preis, Qualität und Nische angesiedelt ist. Sondern auch die eigentliche Unternehmensstrategie fußt auf dem Kundennutzen und der gewünschten Positionierung. Eine ERP-Software muss dann zur Ausrichtung passen, um die gewünschte Effizienz und den Fortschritt zu unterstützen.

Grundregeln für die ERP-Wahl

  • ERP-Software muss individuell zum Unternehmen passen.

  • Der Softwareeinsatz muss mit der Unternehmensstrategie konform gehen.

  • Eine genaue Analyse und Festlegung der Geschäftsziele sowie Ihre Kostenstellen- oder Absatzplanung gibt die Richtung für den Kauf vor.

  • Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für Strategie und Zielsetzung, damit Ihr ERP-Einführungsprojekt im Einklang mit der organisatorischen und kulturellen Unternehmensentwicklung steht.

So legen Sie Ihre Unternehmensstrategie fest

Es gibt in der Theorie drei grundsätzliche Unternehmensstrategien: Kostenführerschaft, Qualitätsführerschaft (Differenzierung) oder Nische. Erstere erfordert sehr effiziente Prozesse bei der Produktion, bei den anderen beiden geht es eher um die Abgrenzung zum Wettbewerb durch bestimmte Leistungen. Von jeder Unternehmensstrategie lassen sich kurz-, mittel- und langfristige Ziele ableiten, die oft in Einzelprojekten umgesetzt werden.

Diese Auswirkungen hat Ihre Strategie auf die ERP-Software-Wahl

Internationale Strategie: Sie wollen neue Märkte erschließen
Bei geplanter internationaler Expansion bedarf es einer internationalen, mehrsprachigen sowie länder- und währungsübergreifenden Lösung mit nationaler Expertise. So bleibt das ganze Unternehmen inklusive der ausländischen Tochterfirmen im ganzheitlichen Blick.

Multi-Company Strategie: Sie wollen neue Standorte öffnen
Mittelständische Unternehmen mit mehreren Standorten und Tochterfirmen können auf sogenannte Tier-2-ERP-Architekturen zurückgreifen, um Firmen, Werke oder Filialen in die Gesamtlösung zu integrieren. Die Tochterfirmen bleiben im Funktionsumfang flexibel.

Branchenstrategie: Sie wollen effizienter werden
Die Anforderungen Ihrer Branche – ob Großhandel, Produktion oder Dienstleistungen – legen oft schon spezialisierte ERP-Lösungen nahe.

Allgemeine Wachstumsstrategie: Sie wollen Grenzen erweitern
Starkes Wachstumsbestreben erfordert eine flexibel erweiterbare, skalierbare Lösung. Software aus der Cloud ermöglicht das.

Neue Produkte: Sie wollen diversifizieren
Ein ERP-System muss sich neuen Abläufen schnell anpassen, um neue Produkte schnell auf den Markt zu bringen. Eventuell müssen auch Lieferanten angebunden werden.

Neue Services: datenbasierte Dienstleistungen
Sie haben im ERP-System viele Daten, die Sie nutzen können, um neue Dienstleistungen anzubieten. Die Strategie: Differenzierung durch Servicequalität, verlässliche Lieferung oder Zusatzleistungen.

Checkliste – wie wird sich Ihr Unternehmen entwickeln?

Internationale Strategie:
Internationalität: Agieren Sie heute oder zukünftig national oder international?

Multicompany Strategie:
Standorte: Unterhalten Sie verschiedene nationale Standorte mit z.B. mit eigenständigen Tochterfirmen? Sollen diese integriert werden? Wenn ja, wie?

Branchenstrategie:

  • Vertrieb: Denken Sie über die Nutzung neuer Vertriebswege und die Adressierung neuer Märkte nach?

  • Struktur: Wie soll Ihre zukünftige Organisationsstruktur aufgebaut sein?

  • Netzwerk: Wollen Sie Ihre Partner- und Lieferanten-Netzwerke direkt an Ihre ERP-Lösung anbinden?

Wachstumstrategie:

  • Wachstum: Welche Wachstumsvorhaben haben Sie in den nächsten Jahren?

  • Erweiterung: Wollen Sie Ihr Unternehmen vertikal erweitern?

Basierend auf den Ergebnissen der Checkliste können Sie den benötigten Leistungsumfang eines ERP-Systems bestimmen.

Dieser Artikel erschien zuerst unter 
https://www.sage.com/de-de/blog/checkliste-passt-ihre-erp-software-zur-unternehmensstrategie/?utm_campaign=NPS_20Q2_NCM_DE_DGNL_NPS_NLKW04&utm_medium=email&utm_source=Eloqua&elqcst=272&elqcsid=5011

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So planen, steuern und agieren Sie im Unternehmen mit Informationen in Echtzeit

So planen, steuern und agieren Sie im Unternehmen mit Informationen in Echtzeit

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Verlorene Zeit kommt nicht wieder. Besonders manuelle Handgriffe bremsen Unternehmensprozesse aus, auch wenn Sie am Schreibtisch sitzen. Digital integriert zu sein, ist daher für Ihr Unternehmen ein wichtiger Wettbewerbsvorteil. Isolierte Softwarelösungen für jeden Bereich reichen längst nicht mehr. Ein zentrales ERP-System kann komplexe Betriebsabläufe umfassend abbilden und automatisieren und liefert Informationen in Echtzeit.

Gut geöltes Getriebe läuft

Ein gut geöltes Getriebe, in dem alle Zahnräder exakt ineinandergreifen, ist ein passendes Bild für zeitgemäßes ERP. Die Motorleistung kommt direkt und ohne Zeitverzögerung auf die Straße. Das heißt für Ihr Unternehmen, dass einerseits alle Mitarbeiter schnellen Zugriff auf den aktuellen Stand der für sie relevanten Informationen haben. Andererseits fließen neu entstehende Daten direkt in das ERP-System ein.  Und stehen umgehend zur Verfügung.

Informationen in Echtzeit

Wenn Außendienstmitarbeiter unmittelbaren Einblick in Warenverfügbarkeit und Produktionskapazitäten haben, können Sie dem Kunden schnell eine konkrete Lieferperspektive geben. Rückfragen in der Produktionsplanung entfallen für Standardfälle.

Ähnliches gilt für den Kundendienst. Bei ihm kommen kurzfristig nötige Service-Einsätze hinzu. Ist ein ERP immer im Bilde, wo welcher Mitarbeiter gerade tätig ist, können Sie zeit- und wegeoptimiert umplanen. Der Mitarbeiter erfährt dann seinen nächsten Einsatzort per Mobile App und bekommt gleich alle nötigen Informationen dazu an die Hand.

Mit Echtzeitdaten effizient planen

Es ist die Datenverfügbarkeit in Echtzeit, welche die Effizienz der Betriebsabläufe deutlich steigert. Entwicklungen werden rasch erkannt und Maßnahmen schnell wirksam.  Liefern Produktionsmitarbeiter und -maschinen ihre Arbeitsergebnisse direkt digital, ist leicht ersichtlich, wenn das Produktions-Ist vom Planungs-Soll abweicht. Entsprechend schnell können die Verantwortlichen reagieren.

Das System kann beispielsweise Maschinenstörungen umgehend an die zuständige Stelle melden, so dass schnell Abhilfe geschaffen werden kann. Muss umgeplant werden, wird dies ebenfalls rasch ersichtlich. Manche Ausfälle kann ein intelligentes System sogar selbst durch eine Änderung der Ressourcenplanung kompensieren: Eine sofortige Neuplanung für die geänderten Umstände minimiert – so weit möglich – dass Maschinen und Mitarbeiter im nachgelagerten Produktionsstrang Leerlauf haben.

Mit Informationen in Echtzeit gezielt steuern

Wenn die Prozesse in einem ERP-System abgebildet sind, bedeutet das auch, dass jeder einzelne Arbeitsablauf nachvollzogen und im Bedarfsfall geändert werden kann. Das erleichtert es dem Management, die Abläufe immer weiter zu optimieren.

Je integrierter und umfassender ERP betrieben wird, desto weiter reichen die digitalen Prozesse. Im Idealfall über die gesamte Produktionskette, also vom Lieferanten bis zum Kunden.

Liefern Produktionsmitarbeiter und -maschinen ihre Arbeitsergebnisse direkt digital, ist leicht ersichtlich, wenn das Produktions-Ist vom Planungs-Soll abweicht. Entsprechend schnell können die Verantwortlichen reagieren.

Das System kann beispielsweise Maschinenstörungen umgehend an die zuständige Stelle melden, so dass schnell Abhilfe geschaffen werden kann. Muss umgeplant werden, wird dies ebenfalls rasch ersichtlich. Manche Ausfälle kann ein intelligentes System sogar selbst durch eine Änderung der Ressourcenplanung kompensieren: Eine sofortige Neuplanung für die geänderten Umstände minimiert – so weit möglich – dass Maschinen und Mitarbeiter im nachgelagerten Produktionsstrang Leerlauf haben.

Kennzahlen just in time

Grundlage für Steuerung und Optimierung sind die Kennzahlen und Reports, die das ERP auf der Basis von Echtzeitdaten auch in Echtzeit darstellen kann. PDF-Berichte, Excel-Tabellen und statische Präsentationsfolien verlieren an Bedeutung, denn sie können schon beim Eintreffen im Meeting veraltet sein.

Auswertungen und Kennzahlen in Echtzeit können für einzelne Abteilungen, Produktionsabschnitte oder einen sonstigen individuellen Bereichszuschnitt geliefert werden.

Dieser Artikel erschien zuerst unter https://www.sage.com/de-de/blog/so-planen-steuern-und-agieren-sie-mit-informationen-in-echtzeit/

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Vernetzte Informationen für die Geräteinstandhaltung

Weg vom Notizzettel: Vernetzte Informationen für die Geräteinstandhaltung

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Eine größere Flexibilität und Adaptivität, mehr Mobilität mit Echtzeitinformation sowie eine bessere Verarbeitung von immer größeren Datenmengen aus unterschiedlichen Quellen: Für einen effizienten Außendienst bei der Instandhaltung von Industriegeräten wird die Bereitstellung aller erforderlichen Informationen für die Unternehmenssteuerung sowie die Dokumentation von Wartungsarbeiten bei den Kunden immer notwendiger. Dies gelingt, wenn alle realen Prozesse, die für die Geräteinstandhaltung notwendig sind, unmittelbar über das ERP erfasst und verarbeitet werden.

Veraltete Unternehmenslösungen verhindern Echtzeitinformationen

Viele Unternehmen der Ausrüstungs- und Geräteindustrie arbeiten bereits mit einem Enterprise Resource Planning System (ERP). Allerdings sind die Systeme bereits durchschnittlich 11,7 Jahre im Einsatz. Das zumindest ergab die aktuelle Befragung des Beratungshause Trovarit „ERP in der Praxis 2018/19“. Trotz regelmäßigen Updates müssen viele Systeme als veraltet gelten. Vor allem bei mobilen Anwendungen beispielsweise für die Einbindung des Wartungsaußendiensts haben die meisten ERP Nachholbedarf. Dabei ist das Wartungspersonal dringend auf Informationen in Echtzeit angewiesen und kann zudem seine Arbeit schneller und für alle Beteiligten ebenfalls in Echtzeit verfügbar dokumentieren.

Was aber bis heute als Schwachstelle vieler ERP erkannt ist, ist die mangelhafte oder gar nicht vorhandene Vernetzung mit mobilen Endgeräten des Wartungsaußendienst. So wundert es nicht, dass die aktuellen Debatten um die stärkere Vernetzung und Integrationsfähigkeit der ERP-Anwendungen für die Geräteinstandhaltung kreisen.

ERP mit Echtzeitanbindung heißt die zeitsparende Lösung für den Außendienst in der Geräteinstandhaltung

Diese Anforderungen erfüllen heute ERP-Systeme, die eine volle Integration für mobile Endgeräte ermöglichen sowie einen Single Point of Truth für alle Daten und Prozesse schaffen. Der Wartungsaußendienst erhält die für ihn wichtigen Informationen bereits im Vorfeld und kann seine Arbeit planen. Vor Ort beim Kunden kann er neben der Maschinen- auch die Kundenhistorie einsehen. Hat ein Kunde beispielsweise noch kurz vorher beim Vertriebsinnendienst telefonisch oder per E-Mail einen Extrawunsch geäußert, sieht dies der Wartungstechniker auf seinem Tablet. Ein weiterer Vorteil einer Echtzeiteinbindung der Techniker ist, dass sie beispielsweise Baupläne einsehen können oder Software-Updates für die Geräte angezeigt und aufgespielt bekommen. Nach seinen Wartungsarbeiten kann er seine Arbeit direkt im ERP dokumentieren, Bilder einstellen, Texte verfassen oder ein Memo an Kunde und Innendienst senden. Damit entfällt für Techniker die häufige Doppelarbeit, ihre Aufzeichnungen zunächst vor Ort zu erstellen und diese später ins ERP zu übertragen.

ERP vertieft Integration auf allen Wertschöpfungsebenen

Diese schnelle Dokumentation der Wartungsarbeiten in Text und Bildern ist weniger fehleranfällig; Informationen können dadurch weder verloren gehen noch durch trügerische Erinnerungslücken verfälscht werden. Der Kunde sowie der Innendienst wissen in Echtzeit Bescheid über die erledigten Wartungsarbeiten. So sind künftig auch Ausfälle eines Technikers wegen Krankheit oder Urlaubs kein Problem mehr. Durch die lückenlose Wartungs- und Kundenhistorie im ERP-System weiß der Vertretungstechniker sofort, was zu tun ist. Fazit: Keine Informationen gehen verloren und alle wissen Bescheid.

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Faktoren der Förderhöhe

Diese Faktoren sind entscheidend für die Berechnung
der Förderhöhe bei Digitalisierungs­projekten

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Sich gegen die Konkurrenz durchsetzen, essenzielle Business-Ziele erreichen und im richtigen Tempo wachsen – Mittelständler stehen unter hohem Erfolgsdruck. Hinzu kommt die Notwendigkeit, an der digitalen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft teilzuhaben, um nicht abgehängt zu werden. Mit Förderprogrammen unterstützen Bund, Länder und die Europäische Gemeinschaft mittelständische Unternehmen dabei. Die  Berechnung der Förderhöhe bei Digitalisierungsprojekten ist von etlichen Faktoren abhängig.

Welchen Einfluss haben welche Faktoren auf die Höhe der Förderung:

  • Der Standort Ihres Unternehmens entscheidet mit.

Die richtige Adresse kann Gold wert sein, diese Erfahrung machen Unternehmer, wenn sie Förderanträge stellen. Die Höhe von Förderungen ist häufig abhängig von dem Bundesland, der Region, der Stadt und bisweilen sogar dem Stadtteil, in dem Ihr Unternehmen agiert. Das liegt daran, das Förderprogramme von verschiedenen Akteuren ausgeschrieben werden, die unterschiedlich solvent sind und zum Teil ganz unterschiedliche Ziele verfolgen: etwa städtebauliche Ziele (Gewerbeansiedlung versus Vermeidung von Geruch, Gefahren, Lärm in Wohngebieten) sowie die Förderungen spezieller Regionen und Landstriche.

  • Die Größe des Unternehmens spielt eine wichtige Rolle.

Es existieren Förderprogramme, die sich ausschließlich an kleine oder mittlere Unternehmen (KMU) richten und damit besonders dem Mittelstand zugutekommen. In den Förderbedingungen findet sich dafür häufig der Satz: „KMU-Regel ist zu erfüllen.“ Ob Ihr Unternehmen als solches eingestuft wird, hängt von der Zahl der Mitarbeiter, dem Jahresumsatz und der Bilanzsumme ab.​

  • Zukunftsträchtige Branche erhalten eher Förderungen.

Was aber als zukunftsträchtig angesehen wird, definieren die Geldgeber der Förderprogramme ganz unterschiedlich. Viele Programme unterstützen gezielt nachhaltige Projekte und fördern Branchen wie den Umwelt- und Naturschutz. Andere setzen auf Innovation, Forschung und Entwicklung. Daneben gibt es Förderprogramme, deren Schwerpunkt auf der Produktion liegt. Wer zu keiner der bevorzugten Branchen gehört, wird dementsprechend weniger hohe Fördergelder erwarten können.​

  • Zukunftsträchtige Branche erhalten eher Förderungen.

Was aber als zukunftsträchtig angesehen wird, definieren die Geldgeber der Förderprogramme ganz unterschiedlich. Viele Programme unterstützen gezielt nachhaltige Projekte und fördern Branchen wie den Umwelt- und Naturschutz. Andere setzen auf Innovation, Forschung und Entwicklung. Daneben gibt es Förderprogramme, deren Schwerpunkt auf der Produktion liegt. Wer zu keiner der bevorzugten Branchen gehört, wird dementsprechend weniger hohe Fördergelder erwarten können.​

  • Das Vorhaben an sich ist von entscheidender Bedeutung.

Schließlich soll die Förderung sich lohnen und nicht nur dem geförderten Unternehmen nützen, sondern auch dem Auslober der Fördermittel dienen. Etwa weil das geförderte Projekt gesellschaftlich wichtig ist, der Region Arbeitsplätze beschert, zum Umweltschutz beiträgt oder politisch gewünscht ist.​

  • Die Unternehmerpersönlichkeit muss überzeugen.

Welche Summe an Fördermitteln ausgeschüttet wird, liegt auch an Ihnen als Chefin oder Chef Ihres Unternehmens. Dabei werden Qualifikation und Erfahrung in die Waagschale geworfen, aber auch das Alter und mögliche Nachfolgeregelungen bei älteren Unternehmern sind wichtig – um sicher zu gehen, dass Förderdarlehen später zurückgezahlt werden.​

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ERP als strategischer Hebel

ERP - Ein strategischer Hebel für die Entwicklung von Industrieunternehmen

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Industrieunternehmen sind ständig in Bewegung. Sie stehen mit ihrem Umfeld in Kontakt: globalisierter Austausch, Wettbewerbsdruck und Weiterentwicklung der Praktiken der einzelnen Unternehmensbereiche – diese Herausforderungen führen dazu, dass sie sich oftmals selbst die Frage stellen müssen, wie sie darauf reagieren sollen. Dies ist eine Entwicklung, die auf allen Ebenen stattfindet: Produkt- und Dienstleistungsangebot, Organisation und Prozesse sowie Software-Tools. Gleichzeitig eröffnen moderne Technologien, deren Verwendung massiv zunimmt, zahlreiche neue Perspektiven. 

Diese können das Wachstum der Unternehmen beschleunigen und einen Mehrwert für ihre Kunden und Auftraggeber schaffen. Das Enterprise Resource Planning (ERP) im Zentrum des Informationssystems muss sich ebenfalls weiterentwickeln und diese strukturellen Veränderungen sowie neue Herausforderungen berücksichtigen. Die ERPLösung muss den Unternehmen über ihre traditionellen Aufgaben hinaus ein hohes Leistungs- und Innovationsniveau bieten, um ihre Entwicklung zu unterstützen.

Die Herausforderungen für Industrieunternehmen

Alle Industrieunternehmen haben heute eine ganze Reihe gemeinsamer Probleme, die die Entwicklung eines sich wandelnden Sektors und die neuen Herausforderungen widerspiegeln. Diesen Herausforderungen müssen sie sich stellen, wenn sie wettbewerbsfähig bleiben möchten:

  • Die Automatisierung und Optimierung der Produktion, die für die Aufrechterhaltung der Rentabilität in allen Schlüsseletappen der Produktion, Vorbereitung, Planung und Analyse unerlässlich ist.
  • Die Flexibilität der fachlichen Kompetenzen und der Ressourcen – einschließlich der Zeitarbeitskräfte.
  • Die zunehmende Internationalisierung der Märkte und des Handelsverkehrs, sowie der Produktions- und Versorgungsketten, die Unternehmen dazu zwingen, Potenziale außerhalb der Landesgrenzen zu suchen.
  • Die permanente Innovation der Methoden und Software-Tools, um die Anforderungen der Auftraggeber zu antizipieren und den Kunden Dienstleistungen mit einem hohen Mehrwert anzubieten.


Prozessfertigung


Diskrete Fertigung

Verbesserung der operativen Effizienz und der Produktivität

Optimierung der
Arbeitsvorbereitung und
der Produktion zur
Erfüllung der Nachfrage

Vollständiger Überblick
über alle Aktivitäten
und die Rentabilität

Minimierung der
Lagerbestände und
offenen Auftragsmengen,
Verfolgung der Margen

Gewährleistung
der Produkt- und
Dienstleistungsqualität
für zufriedene Kunden


Leistung – Innovation – Entwicklung

Die Herausforderungen eines Informationssystems bei Industriebetrieben

Die aktuelle Wirtschaftslage verstärkt die Risiken und Zwänge

Der verschärfte Wettbewerb auf internationaler Ebene erhärtet die genannten Tendenzen und deren Auswirkungen auf die Geschäftsführung. Andererseits verstärkt die aktuelle Marktsituation die Intensität der Anforderungen und die Veränderung der Prozesse. 

  • Industrieunternehmen müssen sich durch die Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen von der Konkurrenz abheben. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, haben kleine Unternehmen oft keine andere Wahl, als sich auf immer spezifischere Produkte für zunehmend enger werdende Märkte oder Nischenmärkte zu konzentrieren.
  • Sie müssen ihre Rentabilität schützen, obwohl die Margen durch erhöhte Kosten und eine steigende Zahl billigerer Hersteller geschwächt werden.
  • Sie müssen immer reaktiver, flexibler und effizienter werden, um die Erwartungen der Kunden im Hinblick auf Engagement, Fristen und Servicequalität zu erfüllen.

Entwicklung der sektorinternen und -übergreifenden Managementpraxis

Die Globalisierung des Handelsverkehrs, das veränderte Verbraucherverhalten, die technischen Fortschritte und der sich wandelnde Rechtsrahmen beeinflussen die Managementpraxis in allen Bereichen, von der Konzeption und Produktion bis zum Handel und zur Logistik:

Produktlebenszyklus 
Der Produktlebenszyklus wird immer kürzer – der technische Fortschritt immer schneller. In diesem Kontext erfordert die Beibehaltung der Margen eine möglichst hohe Reduzierung der Konzeptions- und Produktionskosten. Dies ist aber nur schwer mit der Diversifizierung der Produkte und der zunehmenden Komplexität ihrer Herstellung, wie sie von einem Konkurrenzmarkt häufig verlangt werden, zu vereinbaren. Eine kontrollierte Verwaltung der technischen Daten hat direkte Auswirkungen auf die Rentabilität einer Geschäftstätigkeit

Konformität
Im Rahmen des Umweltschutzes haben neue Maßnahmen zu einer Verschärfung der Normen geführt. Die Industrieunternehmen haben sich dazu verpflichtet, in jeder Etappe des Produktions- und Versandzyklus zusätzliche Kontrollen durchzuführen. Die Erfüllung der gesetzlichen Auflagen ist umso schwieriger, da die Aktivitäten auf mehrere Logistik-/Produktionsstandorte oder auf verschiedene Unternehmen verteilt sein können.

Globalisierung
Mit der Globalisierung des Handelsverkehrs wird die internationale Ausrichtung eines Unternehmens zu einem entscheidenden Wachstumsfaktor – der allerdings auch eine stärkere Anpassungsfähigkeit in Bezug auf die Prozesse im Unternehmen und auf die Mittel erfordert. Im Übrigen zwingt eine Erweiterung der Produktionsketten und das Prinzip einer auf ein größeres Netz von Zulieferfirmen verteilten Fertigung die Unternehmen dazu, die Anstrengungen zur Integration in einen globalen Produktionsprozess zu verstärken.

Durchlässigkeit
Die Managementpraktiken der Industriezweige entwickeln und verbreiten sich auch über Branchengrenzen hinweg. Die Fremdfertigung und die Diversifizierung der Produkte und Vertriebskanäle oder auch die Entstehung neuer Dienstleistungsangebote bewirken, dass sich Industrieunternehmen an den bewährten Methoden von Großhändlern, Importeuren und Fachleuten des Handels orientieren. Wie für diese Organisationen, stellen Verfahren zur Verbesserung der Kunden beziehungen und des Marketings, die Optimierung der Logistikflüsse und der Vertrieb über mehrere Kanäle nun auch wichtige strategische Hebel für
Industrieunternehmen dar.

Das Informationssystem, ein wichtiger Faktor für die Produktivität und Wertschöpfung

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Industrieunternehmen nicht nur ihre Produktivität verbessern sondern auch innovativ tätig werden. Das Informationssystem und besonders die Managementlösungen sind hierfür zentrale Elemente. Der Einsatz einer ERP-Lösung ist eine Möglichkeit, die Software-Tools zu rationalisieren und die Unternehmen über die operativen Erfordernisse hinaus bei der Umsetzung neuer Strategien zu begleiten.

Neue Dimensionen für ein hohes Leistungsniveau

Industrielle Managementsysteme haben sich häufig erst im Laufe der Zeit und mit zunehmender Reife auf der IT-Ebene herausgebildet. Dabei entstanden oft hybride Anwendungen, die unter Druck und nacheinander zusammengefügt wurden, wobei sie manchmal aus anwendungs-spezifischen Tools und manchmal aus hauseigenen Entwicklungen bestanden. Kompatibilitätsprobleme, isolierte Daten, fehlende Rückverfolgbarkeit oder Zuverlässigkeit der Daten und Probleme der Instandhaltbarkeit und der Alterung sind die häufigsten Probleme, die für eine Lösungen mit integrierten Softwarepaketen sprechen. Gleichzeitig kann die Optimierung der Verwaltungs-, Logistik- oder Produktionsprozesse die Anwendung spezialisierter Lösungen erforderlich machen. Darunter PLM (Product Lifecycle Management) oder das Management von Produkten und technischen Daten, APS (Advanced Planning and Scheduling) für die Arbeitsplanung und -vorbereitung, MES (Manufacturing Execution System) für die Arbeitsvorbereitung und Werkstattsteuerung, CMMS (Computerized Maintenance Management System) für die Wartung von Geräten, WMS (Warehouse Management System) für die Optimierung der Warenbewegungen und CRM (Customer Relashionship Management) für die Pflege der Kundenbeziehungen. 

Eine Palette von Softwaremodulen, die von spezialisierten  Softwareherstellern angeboten werden und in der Regel in den traditionellen ERP-Lösungen (mit Ausnahme der Lösungen für Großkunden) nicht enthalten sind. Die Vorteile, die man von einem kompletten Managementsystem mit solch fortgeschrittenen Funktionen erwarten kann, sind die Optimierung und Steuerung der Prozesse im Hinblick auf eine bessere und normgerechte Produktionsqualität, die Zufriedenheit der Kunden und die Beherrschung der Kosten:

  • Beschleunigte Entwicklung der Produkte und ihrer Markteinführung
  • Steigerung der Produktion und Reduzierung der Kosten
  • Gewährleistung der Qualität durch eine verbesserte Kontrolle, Verfolgbarkeit und die Einhaltung der Inventurregeln
  • Einhaltung der Vorschriften mit Hilfe von Workflow-Mechanismen, Prüfpfaden oder der Dokumentenverwaltung
  • Optimierte Verwaltung der Lieferkette und der Prognose
  • Verbesserung des Kundenservices einschließlich der Auftragsannahme, der Automatisierung von Lieferung und des Vor-Ort-Services

Offenheit und Zusammenarbeit sowohl intern als auch nach extern

Ein gemeinsamer Zugriff auf dieselbe ERP-Lösung, auch über Tools, die den betrieblichen Anforderungen jedes Anwenders oder Fachbereichs berücksichtigen, kann die Produktivität jedes einzelnen Mitarbeiters und damit des gesamten Unternehmens verbessern. In der Praxis reichen die Aufgaben des Managementsystems weit über die Grenzen der internen Prozesse hinaus, da Querverbindungen zwischen den Unternehmen bestehen. Insbesondere beruht die Optimierung der Lieferkette auf den globalen Leistungen aller, an derselben Versorgungskette beteiligten Akteure. 

Industrieunternehmen müssen ihre eigenen Bestände und die externen Waren bei Partnerunternehmen verfolgen und benötigen eine gemeinsame Ansicht der Prognosen oder der Daten für die Rückverfolgbarkeit. Andererseits werden Unternehmen, die zu einer nationalen oder internationalen Gruppe gehören mit Problemen konfrontiert, die über den Rahmen ihrer eigenen Struktur hinausreichen. Z.B. die Nutzung gemeinsamer Daten, konzerninterne Verkäufe, Reporting, Management-Konsolidierung und finanzielle Rückverfolgbarkeit.


Die Steuerung von Aktivitäten im Umfeld des Unternehmens über die operativen Funktionen hinaus

Im Zentrum eines „erweiterten Unternehmens“ müssen die Informationssysteme miteinander verbunden sein, um den Informationsaustausch mit Kunden oder Auftraggebern, Lieferanten oder Zulieferern, Tochtergesellschaften oder übergeordneten Gruppen sowie eine stärkere Synchronisierung der Daten sicherzustellen. Für diesen Zweck setzen die Prozesse auf moderne technische Möglichkeiten der Softwarelösungen, speziell in den Bereichen Systemintegration und Kollaboration: EDI, Echtzeitverbindung zwischen Systemen über Cloud Computing, Bereitstellung von Portalen und gemeinsamen Arbeitsbereichen und der Verwendung von Dialog-Plattformen.

Technologien, wichtige Hebel für Innovation und Entwicklung

Die Erweiterung der ERP-Lösung um fortgeschrittene Funktionen, ihre Verbindung mit externen Softwareoder Hardwaresystemen oder ihre Öffnung für Dritte im Rahmen eines kollaborativen Prozesses beruhen auf zusätzlichen, in diesem Fall technischen Fähigkeiten, die es anzusprechen gilt und die insbesondere die Beherrschung der Internettechnologien, der Mobilität und der Anwendungskompatibilität voraussetzen. Hier profitieren ERP-Lösungen, die auf modernen technischen Plattformen aufbauen, von serviceorientierten Architekturen oder standardisierten Protokollen für eine hervorragende Kompatibilität der Anwendungen mit der Hard- und Software und der Möglichkeit, auch künftige Entwicklungen zu integrieren. Damit hat sich ERP von einem in sich geschlossenen zu einem gemischten System gewandelt, das flexibel um nützliche Funktionen erweitert wird, ohne auf die Vorteile einer gemeinsam genutzten Datenbank zu verzichten.

Onboard-Technologie für eine hohe Akzeptanz und eine bessere Verwendung der Software-Tools

Wenn sie sinnvoll verwendet wird, erweitert die Technologie die ERP-Lösung um Dimensionen, die die Effizienz des gesamten Unternehmens steigern: Entscheidungs oder Reporting-Instrumente, elektronisches Dokumentenmanagement und Workflow-Mechanismen, die den Mitarbeitern ermöglichen, in organisierter und transparenter Weise zusammenzuarbeiten. Eine graphische Darstellung anzubieten, die den Anwendern die von ihnen verwendeten Prozesse und Funktionen in einem persönlichen Bereich anbietet, trägt zu einer viel einfacheren und schnelleren Anwendung des ERP-System bei – was insgesamt zu mehr Produktivität führt.


Kompatible Anwendungen mit einer leistungsstarken und flexiblen Verwendung: Beispiel eines in ERP integrierten Dokumentenmanagements

Im Übrigen trägt die Technologie zu einer besseren Verwendung und Akzeptanz der Management-Tools im Unternehmen bei. Denn Einarbeitungsprobleme der Anwender bremsten lange Zeit die Übernahme einer ERPLösung, für die häufig eine intensive Betreuung und Schulung erforderlich war. Anwendungen, die wenig intuitiv und oft sehr weit von der Logik des Gewerbes entfernt waren, sowie fehlende Kenntnisse und sogar Misstrauen gegenüber dem IT-System, waren die größten Hindernisse.

Internet und soziale Netzwerke, Smartphones und Tablets sind beliebte Tools, die neue Nutzungsgewohnheiten hervorgebracht haben – auch für berufliche Anwendungen. Dieses Phänomen beschleunigt die Verwendung neuer Prozesse im Unternehmen und die Einführung einer neuen Generation von Hilfsmitteln, die ebenso attraktiv wie effizient sind.

Gestützt auf diese Hilfsmittel und ein modernisiertes Informationssystem können Industrieunternehmen in der ERP-Lösung einen echten Wachstumshebel und innovative Wege für die Umsetzung neuer Angebote, neuer Kundendienstleistungen per Internet, Ausstattungen für mobile Mitarbeiter, Vertriebskanäle und anderer wertschöpfender Vorschläge finden, die aktiv zu ihrer Wettbewerbsfähigkeit beitragen.

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Bye, bye Excel

Bye, bye Excel

Erfolgreiche Unternehmenssteuerung mit modernem Controlling

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Reporting im KMU-Umfeld. Besser als Excel

Der Bedarf an fundierten Geschäftszahlen steigt auch in kleinen und mittelständischen Betrieben. Mangels Alternative gilt hier jedoch häufig das Prinzip „Controlling by Excel“. Die Globalisierung, rasant beschleunigte Produktzyklen, neue Märkte – das Rad dreht sich auch für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) immer schneller. Die zunehmende Komplexität geschäftlicher Entscheidungen und die immer kürzeren Zyklen, in denen sie zu treffen sind, verändern die Art wie Unternehmen im „Unterhaus der Wirtschaft“ geführt werden. Hinzu kommt die Weltanschauung einer neuen Managergeneration, die wenig davon hält, Unternehmenspolitik aus dem Bauch heraus zu betreiben. Keine Frage, der Bedarf an fundierten Geschäftszahlen ist in den letzten Jahren spürbar gestiegen. Eine Entwicklung, die vom Business Application Research Center (BARC) bestätigt wird. Bei einer Umfrage im März 2012 gaben 83 Prozent der befragten Unternehmen an, Business Intelligence (BI)-Lösungen einzusetzen. Zum Vergleich: 2007 waren es lediglich 50 Prozent gewesen.

Notlösung mit Schwächen

Bei genaueren Hinsehen entpuppen sich die Systeme allerdings häufig als ein mehr oder weniger großes Sammelsurium verschiedener Excel-Tabellen. Nach Angaben der Marktforscher setzen 94 Prozent der befragten Unternehmen die Tabellenkalkulation ein. Hinzu kommen kleinere Anwendungen oder Datenbanken auf Abteilungsebene, die in Ermangelung unternehmensweit einheitlicher Lösungen in Betrieb sind. Auch wenn sich damit die größten Lücken vorübergehend stopfen lassen, bergen die Tabellen unkalkulierbare Risiken: 

  • Wegen des hohen manuellen Aufwands ist der Inhalt oft fehlerhaft
  • Oft ist unklar wie alt die Informationen sind, was im weiteren Verlauf zu Inkonsistenzen führen kann
  • Nicht immer ist es möglich, die Zahlen per Knopfdruck zu aktualisieren. Der Abruf der Informationen dauert zu lang
  • Die Strukturen der Tabellen sind oft nur wenigen Mitarbeitern bekannt, was im Controlling zu einer hohen Personalabhängigkeit führt.

Alternativen schwer zu finden

Auf der anderen Seite sind derartige Notlösungen verständlich, denn bis vor wenigen Jahren gab es für kleine und mittelständische Unternehmen kaum Alternativen. Das Reporting war bis dato eher druckorientiert und wenig flexibel: Die Möglichkeiten, Berichte zu filtern, sie zu sortieren oder individuell anzupassen waren gering. Von aktuellen Geschäftszahlen in Echtzeit ganz zu schweigen. Bis heute sind viele BISysteme auf die Anforderungen von Großkonzernen und dem gehobenen Mittelstand zugeschnitten. Doch die Anforderungen kleiner Betriebe sind anders gelagert: Hier gibt es weder unzählige Datenquellen zu integrieren, noch ist das Datenvolumen auch nur annährend so hoch. Ganz abgesehen davon, dass KMUs erhebliche Schwierigkeiten haben, die üblichen Lizenzkosten, Beraterhonorare und Projektlaufzeiten zu stemmen.

Merkmale eines Controlling-Systems


Controlling-Systeme ergänzen das Berichtswesen von Unternehmenslösungen, das häufig druckorientiert arbeitet und keine Echtzeit-Informationen bereitstellt. Sie stellen relevante Kennzahlen und Übersichten auf grafischen Dashboards bereit, die sich auf einem Blick überwachen lassen. Hinzu kommen intuitive Analysen per Mausklick, Frühwarnfunktionen oder automatische Berichte per E-Mail.

Die Vorteile professioneller Controlling-Systeme. Bye, bye Berichtsmappe

Kleine und mittelständische Unternehmen profitieren von professionellen Controlling-Systemen am meisten. Schließlich ist hier der Nachholbedarf am Größten. Die Gefahren und Risiken, die Excel als Controlling-Werkzeug mit sich bringt, sind vielen Firmenchefs durchaus bewusst. Trotzdem fällt es offenbar schwer, die strukturellen Schwachstellen anzupacken. Das liegt zum einen daran, dass in kleineren Betrieben das operative Geschäft dominiert. Für strategische Planungen bleibt wenig bis gar keine Zeit. Und „bislang hat es ja auch ohne Controlling- Software ganz gut geklappt“. Eine kurzsichtige Strategie, die spätestens dann ins Wanken gerät, wenn Kapitalgeber beim Risikomanagement die Daumenschrauben anziehen. Potenzielle Fehlerquellen im Reporting werden dann gar nicht gern gesehen.

Entlastung fürs Personal

Professionelle Controlling-Werkzeuge leisten in erster Linie dem Unternehmen selbst gute Dienste – etwa mit Blick auf das Berichts- und Rechnungswesen. Standardisierte Berichte stellen sicher, dass alle Verantwortlichen mit den gleichen Kenn- und Geschäftszahlen arbeiten. Das vermeidet Verständnis- und Abstimmungsprobleme und minimiert die Gefahr von Fehlentscheidungen. Hinzu kommt ein deutlich höheres Sicherheitsniveau: Hier sorgen Berechtigungen dafür, dass Mitarbeiter nur auf jene Informationen zugreifen, die sie für ihren Job tatsächlich benötigen. 

Ein Faktor, der beim manuellen Reporting allein von der Aufmerksamkeit des Controllings abhängt. Der wohl wichtigste Pluspunkt ist indes die Entlastung der Mitarbeiter von aufwendigen, fehlerträchtigen Routinetätigkeiten. Es sind weder Berichtsmappen zu drucken, noch gesammelte Werke per E-Mail zu verschicken. So bleibt mehr Zeit für strategische Planungen – die im KMU-Umfeld ohnehin vernachlässigt werden. Zudem kann das Management dank EchtzeitInformationen schneller auf Marktänderungen reagieren.

Auf Zukunft programmiert

Mit einer standardisierten Software werten mittelständische Unternehmen ihr Controlling deutlich auf. Gleichzeitig stellen sie die Weichen in Richtung Zukunft. Das gilt vor allem mit Blick auf neue Trends wie dem „mobile Reporting“ via Smartphone oder Tablet. Stehen Unternehmenszahlen auch unterwegs zur Verfügung, glänzen gut informierte Geschäftsführer in Kreditverhandlungen und Vertriebsmitarbeiter beim Kunden. Während bei standardisierten Controlling-Systemen der Anteil mobiler Anwendungen stetig wächst, ist der Einsatz bei selbstgestrickten Lösungen weitgehend ausgeschlossen.

Business idea concept bright yellow wall

Fazit

Beim Thema Controlling haben viele mittelständische Unternehmen Nachholbedarf. Das bedeutet allerdings nicht, dass mehr Zahlen produziert werden müssen. Vielmehr geht es darum, die Qualität des Controllings nachhaltig zu verbessern – ohne dabei die Kosten signifikant zu erhöhen. Basis hierfür sind effiziente, zukunftsorientierte und vor allem pragmatische Prozesse. Anforderungen, die ein standardisiertes Controlling am besten erfüllt.

Die Vorteile professioneller Controlling-Systeme

Standardisierte Controlling-Systeme haben viele Vorteile – nicht nur für das operative Geschäft. 
Sie liefern auch nützliche Informationen für die strategische Planung:

Die richtige ReportingSoftware auswählen. Warum in die Ferne schweifen?

Reporting-Systeme für kleine und mittelständische Betriebe sollten schnell einsatzbereit und kostengünstig im Betrieb sein. Passende Lösungen zur vorhandenen Unternehmenssoftware haben klare Startvorteile. Es gibt gute Gründe, Geschäftsdaten ständig im Blick zu behalten: Der Vertrieb kann seine Kapazität gezielt auf jene Angebote lenken, bei denen die Umsatzchancen am höchsten ausfallen. Der Einkauf ist in der Lage, Konditionen auf Basis aktueller Einkaufsvolumen zu verhandeln. Und die Geschäftsführung steuert das Unternehmen mithilfe der neuesten Zahlen aus Konten, Kostenstellen oder Projekten „in Echtzeit“. Die Gefahr, bei Abweichungen zu spät einzugreifen, ist dadurch minimiert. Inzwischen gibt es sogar Systeme, die professionell ausgerichtet und dennoch mittelstandstauglich sind. Welche davon die Beste ist, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. Doch welche Anforderungen stellen KMUs eigentlich an ein ControllingSystem?

Der Mittelstand tickt anders

Da wären zum einen die besonderen Rahmenbedingungen im Mittelstand: Vielen Unternehmen unterliegen engen finanziellen und personellen Restriktionen. Teure Systeme kommen daher ebenso wenig in Frage, wie lange Projektlaufzeiten oder ein hoher Aufwand für Wartung und Pflege. Meist ist die IT-Abteilung klein und ausgewiesene Controlling-Experten fehlen. Die Software sollte deshalb leicht zu bedienen sein und auf Knopfdruck verständliche, konkrete Zahlen liefern. Das Systemumfeld ist im Mittelstand weniger komplex als bei einem Großkonzern. Viele KMUs arbeiten mit einer zentralen Unternehmenssoftware. Ein ControllingSystem, das von Haus aus zum Umfeld passt, sorgt daher für niedrige Integrationskosten.

Grafisch, kurz und bündig

Mit Blick auf den Funktionsumfang gilt: Je umfangreicher, desto teurer. Wer mit dem Standard auskommt, fährt günstiger. Schließlich erhöht jeder zusätzliche Bericht und jedes weitere Diagramm den Einführungsaufwand. Es macht daher durchaus Sinn, Reporting nicht als Wunschkonzert zu begreifen, sondern den Umfang auf die tatsächlich benötigten Auswertungen zu begrenzen. Bei der praktischen Ausrichtung haben sich sogenannte „Management Dashboards“ oder „Business Cockpits“ durchgesetzt, die relevante Kennzahlen, Trends und Statusmeldungen grafisch aufbereitet präsentieren – etwa als Chart, Ampel, Zeitreihe oder Tacho. Abweichungen von der geplanten Norm sind so schnell zu erkennen. Hilfreich bei der Problemanalyse ist das simple „Durchklicken“ nachgelagerter Aggregationsebenen. Ein weiteres Augenmerk sollte auf der Weiterverarbeitung liegen: Hier gehört vor allem der Export in gängige OfficeFormate zum Standard. Noch besser ist es, wenn die Software in der Lage ist, periodische Berichtsmappen zusammenzustellen und zu versenden, um das Controlling von Routinetätigkeiten zu befreien. Praktisch sind Warnungen bei signifikanten Abweichungen – etwa wenn der Forderungsbestand die kritische Grenze überschreitet. Anwender erhalten nur jene Informationen erhalten, die sie für ihren Arbeitsbereich tatsächlich benötigen.

Fazit

Die perfekte Controlling-Software für kleine und mittelständische Betriebe ist bereits im Standard professionell ausgestattet und auf das Zusammenspiel mit der vorhandenen Unternehmenssoftware vorbereitet. Sie muss leicht zu bedienen, kostengünstig und in kürzester Zeit startklar sein. Anforderungen, die ein System mit „Stallgeruch“ am besten erfüllt.

Vorteile mittelständische Controlling-System

Mittelständische Betriebe stellen andere Anforderungen an ein Controlling-System als ein Großunternehmen. Zu den wichtigsten Punkten gehören:

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Auswirkung Industrie 4.0

Industrie 4.0 und ERP-Systeme

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Wie Sie Herausforderungen früh erkennen und meistern

Gerade in der Industrie 4.0 verarbeiten Unternehmen größere Datenmengen zentral und müssen vernetzte Produktionsbereiche planen und steuern. Damit bleiben ERP-Systeme (Enterprise Ressource Planning) ein wesentlicher Erfolgsfaktor, um die entstehende Komplexität im Griff zu behalten. Allerdings wandeln
sich die Ansprüche an die ERP-Systeme und wer nicht rechtzeitig agiert, steht später vor hohen Hürden. Erfahren Sie in diesem E-Book, wo genau die Herausforderungen liegen und welchen Handlungsbedarf Produktionsunternehmen derzeit haben.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Industrie 4.0?
Einsatzszenarien der Industrie 4.0 
Innovative Technologien regieren die Smart Factory
Was ist eine intelligente Fabrik oder Smart Factory?
Viele Fertigungsunternehmen sind bereits gestartet

ERP verstehen: der Blick zurück
Wie sich ERP-Systeme in Industrie 4.0 integrieren

Datenverknüpfung und interoperable Schnittstellen 
Datenaktualität in Echtzeit 

Koordination aller Produktionsprozesse 
Steuerung und Planung der Ressourcen 
Verbindung von Warenfluss und Finanzen 

Industrie 4.0: Was ist genau gemeint?

Hinter der Industrie 4.0 verbirgt sich der Gedanke einer vierten industriellen Revolution: Wie einst Dampfmaschinen verändern heute die digitalen Technologien die gesamte Produktion. Der Wandel betrifft dabei alle Unternehmen: vom Einzelunternehmer bis zum Weltkonzern.

Industrie 4.0 bezeichnet die intelligente Vernetzung von Maschinen und Abläufen in der Industrie mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologie.“ 

Industrie 4.0 vereint sehr umfassende Veränderungen. Unter anderem verändern die Technologien die Kundenerwartungen: Da man beispielsweise Autos online individuell konfigurieren kann, erwarten Kunden das auch von anderen Fertigungsunternehmen. So treiben die Kundenerwartungen die Technologien.

Die Fertigung hat sich mit der Entwicklung zu einer Industrie 4.0 bereits darauf eingestellt, nicht mehr nach dem Prinzip B2C (Business-to-Customer) zu handeln und massenhaft gleiche Produkte herzustellen. 

Das Prinzip C2B  (Customer-to-Business) setzt sich immer mehr durch. Die Unternehmen produzieren massenhaft individuelle Produkte. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen sollten auf dem Weg zur Industrie 4.0 nun darauf achten, Losgröße 1 flexibel und effizient bereitzustellen.

Im Extremfall wollen die Kunden die Produktion sogar verfolgen und auch nach der Bestellung noch Änderungen durchführen ohne dass die Kosten steigen. Der Servicegedanke ist dabei leitend. Für Unternehmen erhöht sich hierdurch die Prozesskomplexität. Die Lösung sollte sein, dass Produktion nicht nur effizienter und produktiver, sondern auch günstiger wird – bei gleichbleiben-der oder gar steigender Qualität. 

Einsatzszenarien der Industrie 4.0


Flexible Produktion:
In der Herstellung eines Produkts sind viele Unternehmen involviert, die Schritt für Schritt bei der Entstehung eines Produkts beitragen. Digital
vernetzt können diese Schritte besser abgestimmt und die Auslastung der Maschinen besser geplant werden.


Wandelbare Fabrik:
Produktionsstraßen sind in Zukunft in Modulen aufgebaut. Sie lassen sich schnell für eine Aufgabe zusammenbauen. Produktivität und Wirtschaftlichkeit werden verbessert, individualisierte Produkte können in kleiner Stückzahl zu bezahlbaren Preisen hergestellt werden.


Kundenzentrierte Lösungen:
Konsument und Produzent rücken näher zusammen. Die Kunden können selbst Produkte nach ihren Wünschen mitgestalten – beispielsweise können Elemente von Turnschuhen selbst designt und auf die individuelle Fußform angepasst werden. Gleichzeitig können smarte Produkte, die schon ausgeliefert und im Einsatz sind, Daten an den Produzenten senden. Mit den Nutzungsdaten kann der Produzent seine Produkte verbessern und dem Kunden neuartige Services bieten.


Optimierte Logistik:
Algorithmen berechnen ideale Lieferwege, Maschinen melden selbstständig, wenn sie neues Material benötigen – die smarte Vernetzung ermöglicht einen optimalen Warenfluss.


Einsatz von Daten:
Daten zum Ablauf der Produktion und zum Zustand eines Produkts werden zusammengeführt und ausgewertet. Die Datenanalyse gibt Hinweise, wie ein Produkt effizienter hergestellt werden kann. Noch wichtiger: Sie ist die Grundlage für vollkommen neue Geschäftsmodelle und Services. Beispielsweise können Fahrstuhlhersteller ihren Kunden „vorausschauende Wartung“ anbieten: Fahrstühle sind mit Sensoren ausgestattet, die kontinuierlich Daten über ihren Zustand senden. Abnutzung kann erkannt und behoben werden, bevor sie zum Ausfall des Fahrstuhls führt.


Ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft:
Produkte werden datengestützt über ihren vollständigen Lebenszyklus betrachtet. Schon im Design wird festgelegt, in welcher Form die Materialien wiederverwertet werden können.

Innovative Technologien regieren die Smart Factory

Ein Teil der Industrie 4.0 ist die intelligente Fabrik oder Smart Factory. Damit Abläufe reibungsloser, Produktionsschritte optimierter und Störfaktoren reduziert werden, bedarf es eines intelligenten, selbststeuernden und transparenten Produktionssystems. Gefordert ist eine agile Fertigung, die auf steigende und wechselnde Marktanforderungen reagieren kann. Die Fabrik der Zukunft kann sich nicht mehr nur auf punktuelle Informationen verlassen – vielmehr ist sie darauf angewiesen, dass jegliche Prozessdaten stets in Echtzeit zum Abruf bereitstehen – was auch für die weiteren Einsatzszenarien der Industrie 4.0 gilt.

Was ist eine intelligente Fabrik oder Smart Factory?


In der intelligenten Fabrik tauschen Menschen, Maschinen und Ressourcen miteinander Informationen aus. Sie kommunizieren mittels Funksender, Datenwolken im Internet oder im Intranet der Fabrik. Die Produktionsanlagen haben Diagnose- und Reparaturfähigkeiten. Die intelligente Fabrik organisiert sich damit selbst.

In der Smart Factory sind Maschinen, Geräte und Roboter während des gesamten Produktionsprozesses und zwischen allen Produktionslinien vernetzt und tauschen Daten aus. So ist etwa das Internet of Things (IoT) in der Fertigung angekommen. Sensoren und Aktoren an Maschinen analysieren permanent den Betriebszustand der Maschine und die Qualität des Produkts sowie Werte zu verbrauchten Ressourcen und Fehlerquoten. All diese Daten sammeln Fertigungsunternehmen zentral und werten sie aus.

Das ermöglich Szenarien wie die vorausschauende Wartung, auch Predictive Analytics.

Mithilfe von Analysen der enormen Datenmassen lassen sich Maschinendaten in Hinblick auf Langzeittrends und Performance auswerten. Werden in der Analyse potentielle Schwachpunkte erkannt, fordern Maschinen selbstständig Instandhaltungsmaßnahmen oder auch Materialnachschub an. Das vermeidet Stillstandzeiten, optimiert Prozessabläufe und verkürzt Durchlaufzeiten stark. Sinkende Wartungskosten und effektive Fehlervermeidung sind weitere Pluspunkte.

Damit Maschinen selbstständig Aktionen ausführen können, werden sie in Zukunft immer mehr mit Künstlicher Intelligenz (KI) ausgestattet sein. Entscheidend ist dabei, dass Maschinen und Roboter nicht nur selbst agieren, sondern aus ihren Handlungen lernen. Algorithmen leiten aus den Daten der Selbstdiagnose im Abgleich mit dem optimalen Betriebszustand, eigenständig Handlungsoptionen ab. Zudem übernehmen sie die effiziente Ressourcenplanung und Nachbestellung von Rohstoffen.

Die Studie „Deutscher Industrie 4.0 Index 2017“ der Unternehmensberatung Staufen zeigt, dass die befragten Unternehmen Technologien zur Industrie 4.0 stark steigend einsetzen. Fast die Hälfte der Firmen hatte bereits konkrete Erfahrungen mit Industrie 4.0 und vernetzten Fertigungsprozessen vorzuweisen. Der Maschinen- und Anlagenbau steht dabei kurz hinter Automobil- und Elektroindustrie. 85 Prozent der Produktionsunternehmen, die sich bereits konkret mit Industrie 4.0 beschäftigten, setzten dort bereits smarte Konzepte ein oder standen kurz davor.

Die Motive sind klar: Ganz vorne 
liegt die Effizienzsteigerung (82 Prozent), gefolgt von Transparenz der Abläufe (75 Prozent) und Kostensenkungen (60 Prozent). Da erstaunt es wenig wenig, dass die Losgröße 1 für 77 Prozent der Unternehmen aus Maschinen- und Anlagenbau ein wichtiges strategisches Thema ist.

Viele Fertigungsunternehmen sind bereits gestartet


Die Unternehmens- und Strategieberatung McKinsey prognostiziert eine Produktivitätssteigerung von 20 Prozent bei einzelnen Arbeitsschritten, wenn intelligente Technologien zum Einsatz kommen.

ERP-Systeme im Wandel

Technologie-Lösungen rund um die Industrie 4.0 müssen ebenfalls vernetzt sein. Dazu benötigen sie ein zentrales und flexibles Steuerungs- und Verwaltungssystem. ERP-Systeme haben diese Rolle übernommen und werden sich neuen Anforderungen stellen müssen. Um die Anforderungen besser zu verstehen, hilft ein Blick in die bisherige Entwicklung von ERP.

ERP verstehen: der Blick zurück

1990 verwendete das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner den Begriff Enterprise Ressource Planning (ERP) erstmals. Bis heute entscheidet ERP, seine Funktionen, Prozesse und Skalierbarkeit, mit über den Unternehmenserfolg und Wachstum. Die  Verwaltungssoftware integriert Arbeitsroutinen wie etwa Lagerbestands- und Bestellverwaltung, Finance und Accounting, HR, oder Customer RelationshipManagement (CRM) und wird so zum gemeinsamen Dreh- und Angelpunkt und zur zentralen Datenbank des Unternehmens. Sie gibt dem Management, Fachbereichsleitern und allen berechtigten Personen einen maßgeschneiderten 360 Grad-Überblick über Marketing und Vertrieb, Einkauf und Lager, Verkauf und Online-Handel, Buchhaltung und nicht zuletzt die Produktion.

„ERP hilft mit seinen detaillierten Analysefähigkeiten Unternehmenslenkern, relevante Kennzahlen genauer nachzuverfolgen“, so Nick Castellina, Vice President und Research Group Director der Aberdeen Group, „es führt alle Prozesse zusammen und integriert alle Daten, die für die Unternehmensführung erforderlich sind“. Die Vorteile liegen auf der Hand: Informationen sind stets transparent zugänglich, verbindliche Key Performance Indicators (KPI) helfen bei der Erfolgskontrolle. ERP beinhaltet automatische und automatisierte Geschäftsprozesse sowie Verwaltung der Lieferkette und von Workflow-Mechanismen. 

Heute sollte ein gutes ERP-System modulbasierte individuelle Konfiguration für mehr Flexibilität sowie die Anbindung externer Lösungen durch offene Schnittstellen bieten, um alle Daten zentral zu managen. Auch deshalb steigt seit 2006 der Trend zum Cloud-ERP, welches mit leichter Implementierung, passgenauen Funktionen und Skalierbarkeit gerade für KMU sehr gut geeignet ist.

Doch ERP-Systeme sind zu keiner Zeit in Stein gemeißelt gewesen. Organisch wachsen sie mit dem Unternehmen und müssen dementsprechend gepflegt werden. “Industrieunternehmen sind ständig in Bewegung. Das ERP im Zentrum des Informationssystems muss sich ebenfalls weiterentwickeln und diese strukturellen Veränderungen sowie neue Herausforderungen berücksichtigen“, weiß Isabelle Saint-Martin, Produktmarketing-Manager ERP von Sage Enterprise Market Europe.

Dabei liegen die Anforderungen vor allem in den Punkten Skalierbarkeit und Agilität, flexibler Anpassung von Geschäftsprozessen sowie Speicherung und Verarbeitung riesiger Datenmengen. Besonders in Hinblick auf Entwicklungen der Industrie 4.0 bedarf es  integrierter Unternehmenslösungen, die die Komplexität von Steuerungs- und Planungsaufgaben reduzieren. 
Ein gutes ERP-System ist das Mittel erster Wahl.

Wie sich ERP-Systeme in Industrie 4.0 integrieren

Die meisten Anbieter haben längst erkannt, dass sich ERP-Systeme dynamisch an die neuen Anforderungen der Industrie 4.0 anpassen sollten. Die Studie „ERP und Industrie 4.0 2017“ des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Dortmund in Kooperation mit dem Team ERP LOGISTICS des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik (IML) macht deutlich, dass sich bei Planung und Umsetzung von Anpassungen 85 Prozent der ERP-Lieferanten auf Business-Intelligence-Anwendungen (BI) konzentrieren. 

Solche BI-Anwendungen werten große operative Datenmengen einfacher aus. Im Fokus stehen laut Befragung außerdem die Entwicklung von Standardschnittstellen, Big Data, Supply-Chain-Management-Funktionen und die Integration von Shop-Floor- sowie Manufacturing Execution System-Funktionen (MES). Letztere werden entscheidend, um Prozessautomatisierung im ERP anzubinden und durch Betriebs- (BDE) und Maschinendatenerfassung (MDE) Fertigung in Echtzeit steuern und kontrollieren zu können. Für die digitale Fabrik der Zukunft ist die Integration von ERP und MES von zentraler Bedeutung.

ERP-Anbieter wissen also, dass Handlungsbedarf besteht. Bis hin zur Smart Factory und gar Industrie 4.0 warten allerdings mehrere Entwicklungsschritte auf ERP-System und Fertigungsunternehmen zugleich. Die Trovarit AG und das Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) Aachen haben 2017 die Schritte des ERP bis zur Industrie 4.0 beschrieben. 

Zunächst agiert ERP in einem transparenten Produktionssystem. Seine Aufgabe ist die automatische Datenerfassung und Bereitstellung von Information zum Produktionsprozess. Das System liefert als „Single Source of Truth“ in Echtzeit verbindliche Daten.

Der nächste Schritt führt zum prognosefähigen Produktionssystem, in welchem Vorhersagen über Verfügbarkeiten, Nachfrage und Bedarf sowie Störungen entscheidend sind. Das ERP-System wertet IoT-Daten mithilfe von Data Analytics aus und leitet Handlungsempfehlungen ab.

Der Weg führt weiter Richtung regelungsfähiges Produktionssystem, in dem robustes Systemverhalten durch Ideallinien sichergestellt werden soll. Soll-Ist-Vergleiche in Echtzeit, Meldungen und Vorhersagen von Abweichungen, Kundenwünschen und Betriebszuständen – das alles muss ERP hierfür leisten. 

In einem selbstoptimierenden Produktionssystem befinden wir uns dann im Bereich Industrie 4.0. Hier passen sich Sollwerte und Zielsysteme dynamisch an interne und externe Gegebenheiten an. ERP-Software trifft dabei autonom Entscheidungen und setzt diese um. Beispielsweise verlegt es Liefertermine  abhängig vom Lagerstand. Hierbei lernt es durch Erfahrung und es entlastet das Management damit direkt.

Im Zeitalter des Internet of Things (IoT) und Vernetzung entstehen in der Fertigung unfassbar große Datenmassen. Das ist Chance und Herausforderung zugleich. Einerseits besteht in der Industrie 4.0 Zugang zu nahezu jedem Produktionsdetail. Das dient der Prozessoptimierung enorm. Auf der anderen Seite besteht die Gefahr der sinkenden Nutzerfreundlichkeit im Umgang mit Daten aus unterschiedlichsten Quellen.

Der Schlüssel dazu: Ein offenes Datenhaltungskonzept. Durch Industrie 4.0-Anwendungen kommt es in der Produktion permanent zum Fluss von Informationen und Materialien. Daher brauchen Unternehmen ein Konzept, um diesen Fluss nutzerfreundlich zu organisieren. Alle Prozessanforderungen des Lebenszyklus von Maschinen und Werkzeugen können damit optimal abgebildet werden.

Selbst komplett unstrukturierte Daten werden dank des offenen Datenhaltungskonzepts in das zentrale Datenmanagement aufgenommen und mit Unternehmensdaten verknüpft. Eine entsprechende Systemarchitektur ermöglicht dann genau den Datenaustausch in Echtzeit, der für einen entsprechenden Prozess relevant wird – und zwar in alle Richtungen. Diese Daten können bei Bedarf sofort ausgewertet werden.

Datenverknüpfung und interoperable Schnittstellen

Interoperabilität ist laut Duden „die Fähigkeit unterschiedlicher Systeme, möglichst nahtlos zusammenzuarbeiten“. Voraussetzung ist die Offenlegung der Schnittstellen. Mit Blick auf Zugriff, Implementierungen oder Interaktionen bestehen mit Interoperabilität keine Einschränkungen.

Im Kontext von ERP-Systemen und Industrie 4.0 spielt Interoperabilität eine Schlüsselrolle, um Maschinen, IoT-Sensoren und ERP-System optimal miteinander zu verknüpfen, deren Kommunikation untereinander zu ermöglichen und für den Anwender leicht zugänglich zu machen – auch, weil die Zahl der „Mitglieder“ im Netz im Kontext der Smart Factory stetig steigt.

Für die Interoperabilität bedarf es laut Trovarit AG und Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) Aachen der horizontalen und vertikalen Vernetzung aller IT- und Steuerungssysteme. Gerade im semantischen Bereich ist Normie-

rung gefragt. Nur dann ist der einwandfreie Datenfluss gewährleistet. Weiterer Vorteil: Der Systemzugriff via Mobilgerät gelingt unabhängig vom Betriebssystem. Die Interoperabilität der Schnittstellen dient zusätzlich dazu, in jedem speziellen Anwendungsfall entsprechende nötige Anwendungen und Apps mit dem ERP-System zu kombinieren.

Datenaktualität in Echtzeit

Mehr denn je sind die Produktivität und Effizienz in der Fertigung von der Aktualität der technischen und betriebswirtschaftlichen Daten abhängig. ERP-Systeme der Industrie 4.0 integrieren diese in einer zentralen Datenquelle. Alle Beteiligten haben zu jeder Zeit Einsicht in laufende Prozessdaten in Echtzeit. Damit ist gewährleistet, dass wichtige Entscheidungen auf einer gemeinsamen Datengrundlage, der „Single Source of Truth“ getroffen werden.

Besonders Führungskräfte werden durch verlässliche, komplette Echtzeitdaten entlastet. Sie erhalten übersichtlichen Einblick in den Projektstand, beispielsweise in Form von verständlichen Dashboards, die sich individuell zusammenstellen lassen. Wie wirtschaftlich arbeitet das Unternehmen? Welche Prozesse haben Optimierungsbedarf? Das System liefert die Antwort auf einen Blick und bietet verlässliche Entscheidungsgrundlagen.

Doch nicht nur Unternehmen selbst, sondern auch Kunden, Lieferanten und andere Mitglieder der Wertschöpfungskette profitieren von Datenaktualität. Die Idee der Industrie 4.0 ist aus steigenden Kundenerwartungen heraus gewachsen. Dank Echtzeit-ERP-Daten können alle Akteure in die Aktivitäten der Fertigung eingreifen und entsprechend reagieren.

Wie ERP-Systeme die Industrie 4.0 unterstützen

ERP-Systeme müssen Daten zunächst einmal speichern und übertragen. In der Industrie 4.0 genügt das allerdings nicht mehr: Laut Bitkom-Positionspapier „Die Zukunft von ERP im Kontext von Industrie 4.0“ wird das ERP der Zukunft als „Integrationsplattform auf der einen Seite Marktdaten, Kundeninformationen, Lieferanten- und Produktdaten aus der Cloud beziehen und diese auf der anderen Seite mit den Produktions- und Logistikdaten aus der Fertigungsebene und der Supply Chain verknüpfen.“

Da jedoch vor allem Produktionsdaten durch die IoT-Sensorik erst einmal unstrukturiert in nahezu unbegrenzter Menge vorliegen, werden neben der reinen Verknüpfung die Filterung und Klassifizierung, sowie die Aggregation der Daten eine große Rolle spielen.

Welche Informationen sind grundsätzlich relevant und für welchen Prozess? Welche Art der Weiterverarbeitung ist nötig? Wer oder was benötigt diese Daten? ERP-Systeme fungieren dabei als zentrale Datendrehscheibe, die Informationen an nachfolgende Systeme weiterleiten. Diese Weitergabe zeichnet sich laut Bitkom durch die Zugabe ergänzender semantischer Information aus, wodurch eine spätere Auswertung in Hinblick auf Kontext, Status und Prognosen möglich wird. Fehlt dem ERP für diese Funktionen noch die entsprechende System-Architektur, empfiehlt der Digitalverband eine zusätzliche Middleware in Form von IoT-Plattformen als Cloud Services.

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In der Industrie 4.0 besitzen alle physischen Objekte, die vernetzte Maschinen und Anlagen durchlaufen, abstrakte Objekte als Gegenstück im ERP-System (digitaler Zwilling). Die beiden Objekte laufen schließlich in der Produktion zusammen. Solche cyber-physischen Systeme (CPS) unterscheiden sich dahingehen von konventionellen Produktionssystemen, dass die Koordination der Prozesse sowie die Umsetzung von Entscheidungen dezentral und in Echtzeit geschehen kann – dank hochgradiger Vernetzung. Gerade in der Fertigung, die von Schwankungen im Minutentakt abhängt, ist diese Agilität erfolgsentscheidend.

Die komplexen, voneinander abhängigen und automatisierten Arbeitsschritte benötigen das ERP-System dabei als Koordinations-Instanz. Es weiß bei Auftragseingang um aktuelle Produktionskapazitäten, Lagerbestände und Maschinenauslastungen. Es stimmt zudem alle nötigen Teilprozesse von Einkauf und Materialwirtschaft bis Personalplanung aufeinander ab und berechnet die Parameter stets neu. Manchmal ändern sich Produktionsabläufe aufgrund von Störfaktoren, Eilaufträgen oder Lieferverzögerungen. Anpassungen durch das ERP-System, wie etwa Änderungen in der Produktionsreihenfolge, erfolgen dann durch Automatisierungsprozesse in kürzester Zeit. Das Ergebnis: geringere Durchlaufzeiten, niedrige Ausschussquote, hohe Produktivität.

Steuerung und Planung der Ressourcen

Industrie 4.0 hat zum Ziel, dass Fertigungsprozesse operativ effizienter und Unternehmen produktiver werden. Dafür ist es unabdingbar, dass Ressourcen intelligent und automatisiert gesteuert, verwaltet und vorausgeplant werden, wobei diese Prozesse stetig optimiert werden. Ziel ist es, Lagerbestände sowie offene Auftragsmengen zu minimieren und an die Nachfrage anzupassen.

Ressourcenplanung erfolgt in der smarten Fabrik künftig durch dezentrale autonome Steuerung der Ressourcen – sprich, Material, Maschinen, Werkzeuge und Werkstücke – selbst. Aufgaben wie etwa Bestimmung der Auftragsreihenfolge oder die Planung der Maschinenbelegung werden autonom geregelt. Das gelingt laut Bitkom mit dynamischen Planungs- und Steuerungsmodellen sowie Echtzeit-Prognosen. Die Rolle des ERP ist es dabei, erhaltenes Feedback der cyber-physischen Systeme über Aufträge und Ressourcenverbrauch aufzubereiten und anderen Software-Anwendungen zur Verfügung zu stellen. Damit nimmt es sowohl in der Grobplanung, als auch bei detailreichen Aufgaben wie der Kapazitätsfeinplanung eine Schlüsselrolle ein.

Verbindung von Warenfluss und Finanzen

In der modernen Industrie treten Warenfluss und Wertefluss über ERP eine zunehmend engere Verbindung ein. Während ersterer den Fluss physischer Ressourcen entlang der Wertschöpfungskette beschreibt, bezieht sich letzterer auf finanzielle Aspekte. Warenwirtschaft und Rechnungswesen werden nahtlos in die Produktion integriert. Das Ziel: Maschinen und Waren organisieren sich nahezu autonom und richten sich in ihren Optimierungsprozessen an betriebswirtschaftlichen Zielen, etwa KPIs, aus. Die Richtwerte stellt das ERP-System bereit. Rentabilität wird so sichergestellt.

Damit dieses Prinzip funktionieren kann, müssen laut Bitkom vier Grundbedingungen erfüllt sein. Zunächst muss eine funktionierende Zuordnung von materialtechnischen, zeitlichen und monetären Ressourcen zu den Aufträgen vorliegen, um die Basis für Vor- und Nachkalkulationen im ERP zu schaffen. Weitere Voraussetzungen sind die zentrale Planung und Disponierung über alle Ebenen des Unternehmens hinweg sowie die zentrale Pflege und Haltung von Stammdaten. ERP muss als Schnittstelle zu Kunden, Lieferanten und Auftragsdaten dienen.

Fazit: ERP erklimmt eine neue Stufe

ERP-Systeme werden ihre Rolle als führende Unternehmens-Systeme in der Industrie 4.0 weiterhin behaupten. Vielmehr noch: Ihre Bedeutsamkeit weitet sich zur zentralisierten und integrativen Datendrehscheibe aus, die Fertigungsprozesse plant, steuert und vernetzt. In ihrer Funktion als eine Art Integrations-Hub und strategischer Hebel des Unternehmens vereint ERP-Software als dirigierende zentrale Lösung die gesamten Technologien der Industrie 4.0, die sonst lediglich als unverbundene Insellösungen beständen. Unternehmen sollten also frühzeitig damit beginnen, ihr ERP-System zu modernisieren – mit der Cloud, neuen Funktionen und Schnittstellen, die Daten rundum anbinden.

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